Beim Einkauf von Babyausstattung und -spielzeug stehen natürlich Bequemlichkeit und Kosten im Vordergrund, beides wichtige Faktoren für Familien und Betreuer. Viele sind sich jedoch nicht der versteckten Risiken bewusst, die mit diesen Einkäufen verbunden sind, insbesondere bei Online-Käufen. Eine beträchtliche Anzahl von Babyprodukten, die über Online-Marktplätze verkauft werden, umgehen die strengen Sicherheitsvorschriften und die Anforderungen an die Prüfung durch Dritte, die für diese Artikel vorgeschrieben sind, aufgrund einer Gesetzeslücke, die als De-minimis-Ausnahme bekannt ist. Laut einem Bericht des Weißen Hausesist die Zahl der Sendungen, die unter Inanspruchnahme der De-minimis-Ausnahme in die Vereinigten Staaten gelangen, in den letzten zehn Jahren von etwa 140 Millionen pro Jahr auf über eine Milliarde pro Jahr gestiegen.
Moment, was ist die De-minimis-Ausnahme? Zoomen wir erst einmal raus. (Dazu kommen wir gleich!) Die schlechte Nachricht ist, dass die Zunahme preiswerter, direkt an den Verbraucher gerichteter Angebote Kinder in Gefahr bringen kann. Die gute Nachricht ist, dass es viele sichere, wunderbare Produkte gibt, wenn man weiß, wo und wie man sie sucht.
Sicherheitsstandards zum Schutz von Säuglingen und Kindern
"Jedes Detail ist wichtig, einschließlich der Auswahl der Materialien, der strukturellen und funktionalen Designelemente und der eingebauten Sicherheitsmerkmale", erklärt Mary Beth Schneider, die als Chefsyndikus für Kids2 tätig ist, zu dessen Portfolio die Marken Baby Einstein™, Bright Starts™, Ingenuity™, und SwaddleMe™. Diese Artikel müssen "von einem externen Labor getestet werden, um sicherzustellen, dass sie alle geltenden Gesetze und Vorschriften erfüllen, die je nach Kategorie unterschiedlich sind", so Schneider.
Das Gesetz zur Verbesserung der Sicherheit von Verbraucherprodukten (Consumer Product Safety Improvement Act, CPSIA) von 2008 ist ein wegweisendes US-Gesetz, das die Sicherheit von Verbraucherprodukten verbessern soll, wobei der Schwerpunkt auf Produkten liegt, die für Kinder bestimmt sind. Das CPSIA sieht strenge Vorschriften, Durchsetzungsmaßnahmen und vor allem die Verpflichtung zur Prüfung durch Dritte für alle Kinderprodukte vor. Die Tests müssen von einem akkreditierten Labor durchgeführt werden, und Hersteller und Importeure müssen den Nachweis erbringen, dass sie diese Anforderungen erfüllen. "Die Einhaltung des CPSIA ist ein wesentlicher Schritt, um Eltern und Betreuern zu versichern, dass ihre Artikel wichtige Sicherheitsstandards erfüllen", sagt Schneider.
Die normgerechte Gestaltung von Produkten und die Sicherstellung der Prüfung durch Dritte ist ein wesentlicher und kostspieliger Bestandteil des Entwicklungsprozesses. "Die Prüfung von Produkten durch ein akkreditiertes Drittlabor gewährleistet, dass sie gründlichen, standardisierten Bewertungen unterzogen wurden, um Risiken zu minimieren und die Gesundheit und das Wohlbefinden von Kindern zu schützen", erklärt Schneider. Wenn Hersteller diesen Schritt umgehen, in der Regel um Geld zu sparen, riskieren sie, Produkte auf den Markt zu bringen, die nicht sicher konzipiert oder angemessen bewertet sind, und setzen damit Kinder unnötigen Gefahren aus.
Ein Schlupfloch, das Qualität und Sicherheit gefährdet
Aber es gibt ein Schlupfloch. Laut dem Nationalen Außenhandelsratist die De-Minimis-Steuerbefreiung ein Gesetz, das der Kongress auf parteiübergreifender Basis verabschiedet hat und das es ermöglicht, dass für amerikanische Unternehmen und Verbraucher bestimmte Sendungen im Wert von unter 800 Dollar (pro Person und Tag) zoll- und steuerfrei in die USA eingeführt werden können. Nach Angaben der US-Zollbehörde U.S. Customs and Border Protection machen diese Waren inzwischen den größten Teil der in die USA eingeführten Fracht aus, und die Flut nimmt weiter zu. Die Behörde bearbeitet jeden Tag etwa 4 Millionen De-minimis-Sendungen.
Für Eltern bedeutet dies, dass mehr Hersteller als je zuvor die Sicherheitsvorschriften umgehen können. Das bedeutet, dass diese superbilligen Artikel, die oft auf Marktplätzen von Drittanbietern (im Gegensatz zu seriösen Einzelhändlern) angeboten werden, möglicherweise nicht den US-Sicherheitsstandards entsprechen, die Kinder schützen sollen. Die De-minimis-Ausnahme kann es ausländischen Unternehmen ermöglichen, US-Einzelhändler zu unterbieten und Sicherheitsanforderungen zu umgehen.
Wie Sie Ihre Familie schützen können
Marken, die das Richtige tun, verfügen zwangsläufig über solide Programme zur Gewährleistung der übergreifenden Sicherheit und Einhaltung von Vorschriften. Von der anfänglichen Entwicklung eines Produkts über sein Design und seine Konstruktion und darüber hinaus sind Sicherheitsprüfungen ein integraler Bestandteil des Prozesses. An mehreren Berührungspunkten führen Qualitätsprüfungsausschüsse gründliche Bewertungen durch. Wenn ein Produkt auf den Markt kommt, ist es bereits mehrfach getestet worden.
Hier erfahren Sie, wie Eltern sicherstellen können, dass die Produkte, die sie für ihre Familie kaufen, so sicher wie möglich sind:
- Kaufen Sie bei Unternehmen und Marken ein, die Sie kennen und denen Sie vertrauen-Die Sicherheit Ihres Kindes ist diese Investition wert.
- Seien Sie skeptisch. Wenn ein Preis zu gut erscheint, um wahr zu sein, könnte er es auch sein.
- Wenn Sie etwas kaufen, vergewissern Sie sich, dass Sie wissen, von wem Sie kaufen. Achten Sie im Internet auf die Angabe "Verkäufer". Wenn Sie den Verkäufer nicht erkennen, recherchieren Sie weiter oder entscheiden Sie sich für ein anderes Produkt.
- Führen Sie eine Suche in der Datenbank der CPSC durch, saferproducts.gov. Dort werden Berichte über unsichere Produkte und Bewertungen veröffentlicht, so dass sie eine hervorragende Quelle darstellen. Eine Liste der Rückrufe und Warnungen zur Produktsicherheit finden Sie unter cpsc.gov/recalls.
Auf glückliche, lustige und vor allem sichere Waren für die wichtigsten Menschen in unserem Leben.



